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Rechtsanwälte für Patienten e.V.

3. Anspruchsvoraussetzungen

Nicht jeder der vorgenannten Behandlungsfehler führt zu Schadensersatz und Schmerzensgeld. Es ist außerdem die sog. „Kausalität“ erforderlich, d.h. daß der schuldhaft begangene Behandlungsfehler gerade zu dem konkreten Gesundheitsschaden geführt hat. In der Praxis sind durchaus Fälle möglich, in denen eindeutig feststeht, dass eine Behandlung an sich fehlerhaft war, der eingetretene Gesundheitsschaden aber durch eine andere Ursache entstanden ist oder aber dieser Schaden sowieso eingetreten wäre, auch wenn der Fehler nicht begangen worden wäre. Steht also diese „Kausalität“ zwischen Behandlungsfehler und Gesundheitsschaden nicht eindeutig fest, kann der Patient Ansprüche nicht mit Erfolg geltend machen.

Es gibt allerdings Ausnahmen von der Regel, dass der Patient die „Kausalität“ beweisen muss. Zum einen dann, wenn ein grober, d.h. nach verständiger Würdigung nicht nachvollziehbarer Fehler gemacht worden ist, zum anderen, wenn es sich um einen Aufklärungsfehler handelt. In diesen Fällen liegt die Beweislast grundsätzlich beim Arzt.

Hat ein nachbehandelnder Arzt den Schaden mitverursacht, muss stets geprüft werden, ob in diesem Fall die eingetretene Schadensfolge noch dem erstbehandelnden Arzt zuzurechnen ist, oder ob er dafür nicht mehr verantwortlich ist.

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