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Rechtsanwälte für Patienten e.V.

13. Fehlerquellen:

1. Zuwarten trotz langjährigen Wissens um das Vorliegen eines Behandlungsfehlers

- Folge: Ansprüche können verjährt sein.

2. Abschluß eines Abfindungsvergleichs, ohne das Risiko eines möglichen Spätschadens mit ins Kalkül gezogen zu haben

- Folge: Weitergehende Ansprüche können durch den Vergleichsschluss ausgeschlossen sein.

3. Die falsche Person wird verklagt.

- Folge: Sämtliche Verfahrenskosten – auch die der Gegenseite - sind zu zahlen; Ansprüche gegen den oder die richtigen Schädiger können bereits verjährt sein.

4. Einleitung eines selbständigen Beweisverfahrens, statt sofort zu klagen.

-Folge: Mögliche Ansprüche können während dieses Verfahrens verjähren.

5. Zu niedrige Anspruchsanmeldung: Verdienstausfallschaden/fiktive Haushaltshilfekosten werden vergessen.

- Folge: Deutlicher finanzieller Schaden.

6. Zu hohe Anspruchsanmeldung:

- Folge: Die Prozeß- und Rechtsanwaltskosten sind bei teilweiser Klageabweisung mitunter höher als der erstrittene Schadensersatzbetrag.

7. Nachlässig erstellte oder negative vorgerichtliche Gutachten werden kommentarlos ohne ausreichende fachliche Überprüfung akzeptiert.

- Folge: Wirtschaftlicher Verlust.

8.Verzögerungstaktiken der Haftpflichtversicherungen werden widerspruchslos akzeptiert.

- Folge: Finanzieller Verlust.

9. Aufklärungsverstöße und fehlende oder unzureichende Dokumentationen werden nicht beachtet.

– Folge: Berechtigte Ansprüche werden nicht erhoben.

10. Einschaltung der Staatsanwaltschaft: Verringerte Erfolgschancen beim zivilrechtlichen Vorgehen; Zeitverlust; Kosten werden von der Rechtsschutzversicherung nicht getragen; die Fronten für eine außergerichtliche Einigung werden verhärtet.

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